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Heike: Energiekosten...tja...hm...ja, da hast Du leider ziemlich Recht. Okay, möglicherweise erbe ich noch zusätzlich etwas Geld von meinem Onkel, jedoch hängt das von seinem Testament ab. Er war etwas kauzig und unberechenbar und so könnte man annehmen, dass ich nur das Haus bekomme und die restlichen Wertgegenstände, Geld, Aktien und so'n Kram geht vielleicht ebenfalls an diese Stiftung. Ich rufe demnächst mal den Notar an. Bis die rechtlichen Formalitäten über die Bühne gegangen sind wird's, wohl noch ne Weile dauern. Aber bis dahin wird unser Geld wohl alle sein. Ich gehe ab morgen wieder in die Firma arbeiten." Armin: "Was machst Du da?" Heike: "Ich liste mal alles sowas wie Kosten, Einnahmen, Ausgaben, Erträge auf und versuche eine Bilanz zu erstellen. Berufskrankheit. Du weisst ja, ich bin gelernte Buchhalterin, mein Schatz. Also da wären Strom, Gas, Wasser, Telefon, Versicherungen, Grundsteuern... Ne ganze Menge, wow. Den Butler müssen wir auch bezahlen." Armin: "Cool. Sowas ist jetzt recht nützlich, wie Du das aufschreibst. Und ich suche mir jetzt einen Job. Sonst ist Ende Gelände." Heike: "Okay,Klasse. Ich brauche jetzt ein bisschen Sauna." Heike's Gehirn konnte zunächst auch in der Sauna nicht abschhalten. Sie dachte noch ein bisschen weiter nach: "Das Haus ist sehr groß und die gesamte Fläche zum wohnen brauchen Armin und ich doch gar nicht für uns alleine. Man könnte sich überlegen, ein Teil der Wohnfläche zu vermieten. Das gäbe auch etwas Geld. Hm aber an wen? Vielleicht an Studenten? Na mal sehen was daraus wird. " In der Zwischenzeit hatte Armin, die Stellenbörsen im Internet abgegrast und tatsächlich etwas gefunden. Aktensortierer. Armin versprach sich davon Aufstieg-Chancen. Morgen um 7 gehts jedenfalls los. Heike: "Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job. Ich wünsche Dir viel Erfolg." Heike bereitete sich diesen Morgen auch auf ihre Arbeit vor. Inzwischen kam Armin von der Arbeit und hatte Sehnsucht nach Heike. "Ich habe meinen ersten Arbeitstag erfolgreich hinter mich gebracht. Das müssen wir feiern. Ich mach ne gute Flasche auf und koche Spaghetti." Heike: "Ähem, ja, Spaghetti. Äh, das ist nett von dir aber nicht nötig. Äh, lass mal gut sein. Ich habe eher Lust auf Fisch. Der Angelverein hat ein kleines Restaurant am Wasser, dort gibt es frisch gefangene Forelle direkt auf den Tisch. Das ist ein totaler Gag: Essen und Trinken im Dunkeln." Armin: "Essen und Trinken im Dunkeln... ...und die Frösche quaken dazu, ja ja. Den Kaffee danach können wir aber dann noch im kleinen Buchladen-Cafe einnehmen." "Was meinst Du? Hoffenheim oder Bayern München, wer wird Herbstmeister? Meinen Tipp willst Du wissen?" Sie wechselten zum Café. Heike konnte sich dort am Schachbrett austoben. Armin wollte jetzt keinen normalen Kaffee und bestellte sich einen Irish Coffee. Er schaute etwas frustriert aus der Wäsche und schüttete seine Sorgen beim Barkeeper aus. "Ich weiss nicht ob Aktensortierer das Richtige für mich ist. Aber ich will durchhalten." Dazu kam noch die einsetzende Müdigkeit bei Armin dazu, kein Wunder nach dem Arbeitstag. Er musste für seine früheren Verhältnisse im Vergleich heute ziemlich früh aufstehen und möchte eigentlich bald schlafen, damit er morgen früh wieder fit ist und seine Arbeit gut machen kann. Eigentlich ein bisschen Schade, denn er hätte die Chance gehabt, die weltberühmte Opernsängerin Opera Winston etwas näher kennenzulernen... ...doch er verhielt sich ihr gegenüber sichtlich gleichgültig und äußerst unhöflich, indem er auf der Couch so gelangweilt rumlümmelte wegen seiner Müdigkeit. Eigentlich fand Opera Winston Armin recht interessant am Anfang. Sie konnte dann leider doch nichts mit ihm anfangen, weil kein vernünftiges Gespräch zustande kam. Es wurde langsam Zeit nach Hause zu gehen, doch zunächst gabs noch eine kleine Verzögerung. Nach ein paar Metern zu Fuß erlahmten die Kräfte der Beiden auf dem Marktplatz. Aber sie machten etwas aus dieser Situation: Romantisch den Sternenhimmel betrachten. Nach einer geschlagenen Stunde rafften sie sich nach Hause auf, schliesslich wartete der nächste Arbeitstag.